Homöopathie.

Die homöopathische Heilkunde ist eine natürliche pharmazeutische Wissenschaft, bei der die körpereigene Abwehr durch sehr geringe Dosen natürlicher Substanzen aus dem Pflanzen-, Mineral und Tiereich stimuliert wird.
Die  homöopathische Mittelwahl basiert auf der in jedem Fall einzigartigen Kombination von Symptomen und nicht auf der "Krankheit", wie sie die Schulmedizin definiert. In der Homöopathie sucht der Homöopath für jeden kranken  Menschen ein individuell geeignetes Mittel.
Dabei geht er vom Gesetz der Ähnlichkeit aus, welches besagt das eine Substanz bei der Heilung derjenigen Symptome helfen kann. die sie auch selbst hervorruft. Ein Beispiel ist Bienengift , genannt Apis mellifica , es wird bei Entzündungen eingesetzt die brennen und von stechenden Schmerzen begleitet werden.
Um die Symptome eines Mittels festzustellen werden Arzneimittelprüfungen durchgeführt. Das bedeutet am gesunden Menschen wird dokumentiert zu welchen Symptomen es kommt wenn er ein bestimmtes Mittel einnimmt. All diese Symptome werden gesammelt und in speziellen Sammlungen (Repertorien) aufgelistet.
Bei der Anamnese eines Falls wird dann umgekehrt vorgegangen. Die Auflistung der individuellen Symptome eines Erkrankten führt zu einem Mittel ,daß nach Möglichkeit soviele seiner Symptome abdecken sollte wie möglich.
Die Homöopathie arbeitet mit ansteigenden Verdünnungsstufen auch Potenzen genannt, die angeben wie oft eine Ausgangssubstanz verdünnt wurde. Die niedrigen Potenzen werden meist im Akutfall angewendet, die höheren bei chronischen Erkrankungen.
Bestimmte körperlich-geistige Symptom-Muster kehren bei bei verschiedenen Menschen immer wieder. Zu diesen Mustern rechnet man Aspekte der Persönlichkeit, den Körperbau, akute und chronische Krankheitssymptome und erbliche Faktoren. Deshalb sprechen Homöopathen von Lycopodium-Typen, Pulsatilla-Typen und Sepiafrauen. Mit einem Typ ist ein bestimmtes Muster aus körperlichen, gefühlsmäßigen und geistigen  Symptomen gemeint, das einen Menschen mehrere Jahre oder Jahrzehnte lang kennzeichnet. Das Heilmittel das zu diesem Menschen passt, nennt man Konstitutionmittel. Konstitutionmittel lassen sich ideal zur Behandlung akuter, chronischer Krankheiten und zur Krankheitsvorbeugung einsetzen.

Es ist offensichtlich das die Homöopathie sich sehr intensiv mit einer Persönlichkeit aueinandersetzt, ein interessanter Prozess für alle Beteiligten. Interresant ist auch das sie nicht mit den gängigen Krankheiten arbeitet sondern mit Symptomenkomplexen. Die Medizin als Erfahrung- wissenschaft versucht bestimmten Symptomenkomplexen  einen Namen zu geben der sich dann Krankheit xyz nennt. Treten xz Syptome auf wird daraus geschlossen der Patient hat die Krankheit xyz. Da Krankheiten jedoch keine Existenz an sich aufweisen, sondern es sich um ein Gedankenkonstrukt handelt, muß die Medizin immer wieder sortieren oder neue Krankheiten entdecken. Die Homöopathie konstruiert keine Krankheitsbilder, sie arbeitet mit den vorhandenen Symptomen und sucht die Mittel welche bei diesen Symptomen helfen. Sie versucht nicht zu systematisieren, sondern zu individualisieren.
Deshalb ist es nicht wichtig für die Behandlung ob z.B der Bauchschmerz ein Unterleibsproblem , ein Verdaungsproblem oder ein Blasenproblem darstellt, behandelt wird der Schmerz nach Symptomen: Wo tritt er auf, wie fühlt er sich an, zu welchen Tageszeiten, im Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln, wie ist die Stimmung wenn der Schmerz auftritt, wird er besser bei Bewegung, durch Wärme und so weiter. Diese spezielle Kombination von körperlichen, geistigen und seelischen Symptomen wir behandelt.
Diese Behandlungsform kann sehr entlastend sein wenn ein Mensch viele Untersuchungen hinter sich hat und ihm gesagt wird man könnte keine Ursache für seine Symptome finden. Schnell wird eine Krankheit dann als  psychosomatisch bezeichnet. Die Homöopathie behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper Geist und Seele egal ob er eine Erkältung hat oder eine schwerwiegende chronische Krankheit.